Der Ostermarsch Rhein Ruhr aktiv nicht nur an Ostern

Nächste Friedensversammlung am 29.6. in Duisburg

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, Kolleginnen und Kollegen,
bevor wir uns in den wohlverdienten Sommerurlaub von dannen machen, haben wir noch über die wieder anstehenden Aktionen im Oktober gegen das Bundeswehr und NATO-Kommandozentrum in Kalkar und die Nato-Konferenz in Essen zu beraten.

Dazu laden wir zur nächsten Friedensversammlung
am 29. Juni um 19 Uhr
nach Duisburg in das Karmel-Zentrum (Karmelplatz 1-3) ein.

Vorschlag zur Tagesordnung:

a) Beschluss des Aufrufs,
b) Programm
c) Werbung
d) Verschiedenes

Wir sehen uns in Duisburg,
mit herzlichen Friedensgrüßen,
Irene Lang, Willi Hoffmeister, Felix Oekentorp, Joachim Schramm


Naturpark Senne: Jetzt unterschreiben!

125 Jahre militärischer Nutzung der Senne nähert sich ihrem Ende. Das Militär hat die Kulturlandschaft in der Senne vor einer industriellen Landwirtschaft und vor einer Besiedelung mit Gewerbe- und Industriebauten bewahrt. Jetzt gilt es, das in seiner Arten­vielfalt einmalige Naturjuwel, das von europaweiter Bedeutung ist, zu erhalten, für die Zukunft zu sichern und gleichzeitig für den Menschen zu öffnen und damit erlebbar zu machen: Die Senne soll Nationalpark werden, so, wie es im Landes­entwicklungs­plan NRW von der alten Landesregierung als möglich beschrieben ist. Diesen Plan will die neue Landes­regierung jedoch jetzt ändern und die Option zur Einrichtung eines Nationalparks in der Senne streichen. Damit droht dem einzigartigen Naturraum der Senne eine nicht wieder gut zu machende Zerstörung durch eine zivile wirtschaftliche Nutzung. Gegen diese Planänderung kann jeder bis zum 15. Juli 2018 Einspruch erheben. Die Senne gehört in die höchste Schutz­kate­gorie, die das deutsche Naturschutzrecht kennt: Sie muss der 17. Nationalpark in Deutschland werden.


Ostermarsch Auswertungstreffen

Die Friedensversammlung Rhein Ruhr traf sich am Freitag 25. Mai 2017 in Essen bei Pro Asyl.

Dabei ging es um

1. Auswertung des Ostermarsches Rhein Ruhr 2018

und
2. Erste Gedanken zum 3. Oktober in Kalkar und Abstimmung mit geplanten Aktionen anlässlich der JAPCC-Tagung in Essen.

Der Ostermarsch wurde als gelungen eingeschätzt, die Dokumentation mit ca 40 Seiten PRessespiegel sowie ca 40 Seiten Redemanuskripte lag in gedruckter Form vor und bestätigte sowohl inhaltlich als auch in Sachen Aussenwirkung dass wir mit der Aktionsform grundsätzlich auf dem richtigen Weg sind. Die politische Bedeutung einer aktiven Friedensbewegung ist unbestritten, so dass wir uns weiterhin mit unseren Forderungen zu Wort melden müssen.

Kalkar am 3. Oktober wird wieder ein Schwerpunkt des Ostermarsch Bündnisses, die Aktivitäten gegen die JAPCC laufen unter der Federführung des Essener Friedensforums. Für die weitere Planung der Demo am 3. Oktober in Kalkar wurde ein neues Treffen verabredet, am Freitag den 29.6. in Duisburg.


Der Ostermarsch lief unter dem Motto Abrüsten statt Aufrüsten! Atomwaffen abschaffen!
Friedenspolitik statt Konfrontation

Es hieß dort

Gegen die atomare Bedrohung gemeinsam vorgehen!

Kampfdrohnen ächten statt beschaffen!

Der Friedensnobelpreisträger Europäische Union darf kein Militärpakt werden!

Kriegs- und Waffenexport stoppen!

Kein Werben fürs Töten und Sterben!

Rechtsentwicklung zurückdrängen!

Hier vollständige Aufruf im Wortlaut und als Download


Die aktuellen Daten von Bundeswehrwerbeterminen des zweiten Quartals 2018 sind da!

Alle bevorstehenden bekannten Daten für NRW hier.


3. und 7. Oktober 2017: Unsere Demos in Essen und Kalkar

"Wir wollen keine Kriegsführungszentralen von NATO und Bundeswehr am Niederrhein" Mit dieser zentralen Botschaft demonstrierten am 3. Oktober friedensbewegte Menschen von Rhein und Ruhr in Kalkar. Ein bunter Demonstrationszug bewegte sich von der "von-Seydlitz"-Kaserne zum Marktplatz von Kalkar. Vor der Kaserne war nach der Rede von Falk Mikosch, Landessprecher der VVN.BdA NRW ein Kranz für die umgekommenen Kriegsflüchtlinge niedergelegt worden. Bei der Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz verwies die Geschäftsführerin der DGB Niederrhein, Angelika Wagner auf die sozialen Probleme unseres Landes und das dort das Geld, das die Bundesregierung für eine Erhöhung des Militärhaushaltes vorgesehen habe, deutlich besser aufgehoben wäre. Tobias Pflüger, langjähriger Friedensaktivist und frischgebackener Bundestagsabgeordneter der LINKEN machte deutlich, das in Kalkar/Uedem alle Einrichtung zur Koordinierung von Luftkriegseinsätzen der NATO und der Bundeswehr vorhanden wären. Gerne würden die Militärs solche Einrichtungen in ländlichen Gegenden einrichten, um Proteste klein zu halten. Deshalb sei es wichtig, genau dort zu demonstrieren. Zum Abschluss der Kundgebung ließen die TeilnehmerInnen 500 Friedensluftballons aufsteigen, um eine Friedensbotschaft vom Niederrhein über das Land fliegen zu lassen.

Siehe auch auf youtube Tobias Pflüger


Willi Hoffmeister war in der Auslandsgesellschaft im Gespräch

Der Freitag berichtete von dieser beeindruckenden Veranstaltung.

Der gleiche Bericht erschien auch hier, zusätzlich mit Bildern.


Erfolgreiche Doppelaktion in Kalkar und Essen am 3. Oktober 2016

Den Äuftakt auf dem Markt in Kalkar machte Werner Steinecke (69), 1. Vorsitzender des Kunstvereins Emmerich. Er warnte vor einer weiteren militärischen Eskalaton.

Andreas Zumach, Journalist und Buchautor, zeigte auf, dass aktuelle Kriege und Konflikte noch nicht das Ende von Strategie und Taktik, von Waffenentwicklung und Massenvernichtung, von asymmetrischer Kriegführung und Drohneneinsatz bedeuten. Formen eines «moderneren Krieges» ertüftelt das Joint Air Power Competence Centre (JAPCC) – ebenfalls in Kalkar. >

Dann ging es in einem gemeinsamen Marsch hinauf zur Kaserne.

An der Kaserne angekommen hielt Felix Oekentorp, Landessprecher der DFG-VK NRW eine Trauerrede für die Opfer von Drohnen und Bomben. Der Wortlaut hier zum download.

Damit war der erste Teil der Doppelaktion beendet,und es ging gemeinsam nach Essen zur Kundgebung auf dem Willy Brandt Platz vor dem Hauptbahnhof.

Hier sprachen Eugen Drewermann

MdB Sevim Dagdelen

und andere vor vielen Hundert TeilnehmerInnen.

Im Kulturprogramm der Barde Frank Baier.


Gut so: Fasia Jansen Gesamtschule Oberhausen lädt Bundeswehr aus

Die WAZ berichtete, dass die Schule zu ihrem Namen steht und ein Bundeswehrbesuch hier nicht willkommen ist. Die vorbildliche Friedensaktivistin hätte sich im Grabe umgedreht, wäre es zu diesem ungeheuerlichen Besuch gekommen.
Hier alle Bundeswehr-Termine im laufenden Quartal in NRW


Wir nehmen Abschied von Alois Stoff, Freund und Vorbild

Alois Stoff Ein Ostermarsch-Organisator der ersten Stunde ist gegangen

Alois Stoff erlebte den II. Weltkrieg noch als junger Mann und engagierte sich angesichts dieser Erfahrungen seitdem gegen den Krieg und für eine friedliche Zukunft.

Die geplante Wiedereinführung einer westdeutschen Armee empörte ihn, und er engagierte sich dagegen. Sein Engagement gegen die atomare Bewaffnung der Bundeswehr trug mit dazu bei, dass diese Ungeheurlichkeit nicht wahr wurde. Er organisierte Proteste gegen den vietnamkrieg. Die Kriegsdienstverweigerung als individuelles Ausdrucksmittel war für ihn ein Anlass, junge Männer zu politisieren. Die Stationierung der atomar bestückten NATO-Rakten im Ruhrgebiet war ihm Anlass für kreative Protestaktivitäten.

Noch im Alter von 90 Jahren nahm Alois Stoff an Aktionen der Friedensbewegung in Essen teil.

Seine ansteckend herzliche Art war motivierend für seine MitstreiterInnen, seine unerschöpfliche Phantasie für Protestformen war beeindruckend, seine reichhaltigen Erfahrungen mit antimilitaristischem Engagement waren ein wertvoller und unersetzlicher Schatz.

Wir sind dankbar, ihn als Wegbegleiter und Freund an unserer Seite gehabt zu haben. Wir werden sein Lebenswerk fortführen.



Wertvoller Link gegen die xenophobe Stimmungsmache

hoaxmap.org

Spätestens seit Mitte des vergangenen Jahres ist zu beobachten, dass zunehmend Gerüchte über Asylsuchende in die Welt gesetzt und viral verbreitet werden. Von gewilderten Schwänen und geschändeten Gräbern - hier werden sie gesammelt.


Hannes Bienert

Hannes Bienert ist tot. Gestorben im Alter von 87 Jahren in der Nacht zum 28. Oktober 2015. Bis zuletzt war er aktiv im Sinne des Schwurs von Buchenwald „Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg“. Hannes war Gründer und Sprecher der Antifa Wattenscheid, Erstmals vor 25 Jahren legte er zusammen mit anderen am Nivellesplatz in Wattenscheid einen Kranz nieder – das Bezirksparlament dachte seinerzeit noch nicht daran, der Opfer von Krieg und Faschismus zu gedenken. Diese Kranzniederlegung am 9. November 1990 war gleichzeitig auch das Gründungsdatum der Antifa Wattenscheid, für die Hannes Gesicht und Motor war. Er konnte motivieren und integrieren, ermutigen und überzeugen. Und wenn es um die richtige Sache ging, dann war er unermüdlich und voll dabei.

Schon als 20jähriger trat Hannes der später verbotenen KPD bei, er gründete nach deren Verbot die Sozialistische Studiengemeinschaft, er war lange aktiv in der Internationale der Kriegsdienstgegner, war Gründer und zeitweise Vorsitzender der Wattenscheider Ortsgruppe der Deutschen Friedensunion, er war Vorsitzender einer Initiative gegen den Vietnamkrieg und der Aktion Demokratischer Fortschritt, und er war Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten.

Hannes war einer der Mitbegründer des Ostermarsch Ruhr, und der Stopp an der Wattenscheider Friedenskirche war uns immer ein besonderes Anliegen, in den letzten Jahren durch einen Abstecher zu den Stelen am Nivellesplatz ergänzt. Diese Stelen waren eines seiner Lebenswerke. Hannes hat diese Stelen trotz Haushaltssperre im Rat durchgesetzt, mit seiner ihm eigenen Sturheit hat er dafür gesorgt, dass bürgerschaftliches Engagement keine leere Phrase sein muss. Diese Stelen sind sein Vermächtnis, sie sind nicht im Besitz der Stadt sondern sein Privateigentum. Und als Schüler ihm aus Auschwitz die Todesurkunde von Betti Hartmann, eine der 87 vom NS-Regime ermordeten jüdischen Wattenscheider Menschen mitbrachten, da fügte er diesem Lebenswerk der 3 Stelen noch ein weiteres hinzu: Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass das Wattenscheider Parlament gegen das Votum der Stadtverwaltung den Platz vor dem Rathaus umbenannten in Betti Hartmann Platz.

Zuletzt war Hannes mit der Herausgabe eines Antifa-Stadtplans Wattenscheid beschäftigt. Dieses Werk zu vollenden ist eine Aufgabe, die wir ihm schuldig sind.

Es ist eine große Herausforderung, in seinem Sinne weiter zu wirken, und dieser Herausforderung werden wir uns stellen.

Wir werden in seinem Sinne weitermachen.


Ehre wem Ehre gebührt - Das Deutsche Historische Museum präsentiert Hannes Bienert

In sechs Kapiteln wird der Teil der Lebensgeschichte von Hannes Bienert bis 1945 präsentiert

Hannes Bienert

Kindheit in Beuthen / Oberschlesien

Das Novemberpogrom in Beuthen / Oberschlesien

Hitlerjugend in Königsberg

Als Flakhelfer in Ostpreußen 1943/44

Als Flakhelfer in der Niederlausitz 1944

Fahnenflucht in Berlin 1945

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