Der Ostermarsch Rhein Ruhr aktiv nicht nur an Ostern

Einladung zum 23.5.2016

Das Duisburger Friedensforum lädt ein

Liebe Friedensfreundinnen, liebe Friedensfreunde!

Zur Beratung der Herbstaktionen am Niederrhein und im Ruhrgebiet laden wir Euch ein zum

23. Mai 2016 um 18:30 Uhr
ins Linke Zentrum, Dinslaken, Friedrich-Ebert-Straße 46.

Vorschlag Tagesordnung:
Begrüßung (Friedensforum Duisburg)

1. Wahl Moderation
2. Vorstellung Teilnehmer (Teilnehmerliste)
3. Abstimmung TO
4. Bericht von der Sitzung des Ostermarschkomitees (Essener Friedensforum) und Vorschläge zu kombinierten Aktionen in Kalkar/Uedem und Essen
5. Diskussion / Vorschläge zu weiteren Schritten
6. Termine

Veranstaltungsende 21:00 Uhr

Mit Friedensgrüßen
Für das Friedensforum Duisburg
Else Heiermann


Einladung zum 31.5.2016

Das Ostermarsch Komittee lädt ein

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, Kolleginnen und Kollegen, geehrte Damen und Herren,

die Friedensversammlung Rhein/Ruhr am 29. April hat den Ostermarsch ausgewertet und eine insgesamt positive Einschätzung getroffen. Gewachsene Teilnehmerzahlen am ersten Tag standen dann bei schlechtem Wetter leichte Rückgänge an den beiden folgenden Tagen entgegen. Mehr dazu im anhängenden Auswertungsbericht und im Protokoll der Versammlung.

Im Oktober ergibt sich in diesem Jahr die Situation, dass in der Woche nach unserer inzwischen schon traditionellen Demo an der Luftwaffen-Kommandozentrale in Kalkar in Essen die NATO-Tagung des JAPCC stattfindet, die eng mit Kalkar verknüpft ist. Auf der Friedensversammlung wurde die Bedeutung beider Anläße betont und am Ende festgehalten, dass am 3. Oktober möglichst eine zusammenhängende Aktion sowohl in Kalkar als auch in Essen stattfinden soll. Diese sollen zeitlich aufeinander abgestimmt werden, damit man an beiden Teilen teilnehmen kann.

Um dies weiter auszuarbeiten und abschließend festzulegen, laden wir zu einer weiteren Friedensversammlung für
Dienstag, den 31. Mai 2016, 18:30 Uhr, nach Essen in die Räume von Pro Asyl, Friedrich-Ebert-Str. 30 ein.

Mit besten Grüßen,
für das Ostermarschkomitee
Willi und Joachim


Presseerklärung Friedensversammlung vom 29. April 2016

Ostermarsch Rhein/Ruhr 2016:
Friedensgruppen ziehen Bilanz

Sehr geehrte Damen und Herren,
Die Friedensversammlung Rhein Ruhr hat auf ihrem Treffen am 29.4. in Essen ein positives Resümee des Ostermarsch Rhein Ruhr gezogen. Die Zusammenarbeit zwischen den Friedensgruppen der beteiligten Orte verlief ausgesprochen konstruktiv, das Programm war vielfältig und das Thema Fluchtursache Krieg brandaktuell. „Uns ist es gelungen, die deutsche Mitverantwortung an Kriegen in der Welt als Fluchtursache in der Öffentlichkeit deutlich zu machen“, betonte Willi Hoffmeister vom Ostermarsch Rhein/Ruhr.

Einzig die fast schon alljährlichen Störungen durch Nazis in Dortmund Dorstfeld trübten das Gesamtbild. Kritisch merkten die Verantwortlichen an, dass man seitens der Polizei deutlich mehr Unterstützung erwartet hätte. Dies wurde inzwischen dem Dortmunder Polizeipräsidenten in einem ausführlichen Gespräch vermittelt. „Es kann niemand verstehen, warum Nazis von einem Polizeisprecher als Teilnehmer einer Friedensdemo wahrgenommen werden, während bei Nazi-Aufmärschen weiträumig Platzverbote gegen Demokraten ausgesprochen werden“, so Felix Oekentorp, einer der Sprecher des Ostermarsch Rhein Ruhr.

„Nach diesem Gespräch sollte es künftig möglich sein, dass der Ostermarsch so nicht mehr von den als gewaltbereit bekannten Dortmunder Nazis gestört wird“ hofft Joachim Schramm.

Die Friedensversammlung Rhein Ruhr kam aber nicht nur zum Rückblick zusammen, es wurden weitere gemeinsame Aktivitäten verabredet. Dazu zählen die Proteste gegen die NATO-Kommandozentrale in Kalkar und die Kriegsvorbereitungskonferenz JAPCC in Essen im Oktober.

Die Presseerklärung zum download


Wertvoller Link gegen die xenophobe Stimmungsmache

hoaxmap.org

Spätestens seit Mitte des vergangenen Jahres ist zu beobachten, dass zunehmend Gerüchte über Asylsuchende in die Welt gesetzt und viral verbreitet werden. Von gewilderten Schwänen und geschändeten Gräbern - hier werden sie gesammelt.


Hannes Bienert

Hannes Bienert ist tot. Gestorben im Alter von 87 Jahren in der Nacht zum 28. Oktober 2015. Bis zuletzt war er aktiv im Sinne des Schwurs von Buchenwald „Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg“. Hannes war Gründer und Sprecher der Antifa Wattenscheid, Erstmals vor 25 Jahren legte er zusammen mit anderen am Nivellesplatz in Wattenscheid einen Kranz nieder – das Bezirksparlament dachte seinerzeit noch nicht daran, der Opfer von Krieg und Faschismus zu gedenken. Diese Kranzniederlegung am 9. November 1990 war gleichzeitig auch das Gründungsdatum der Antifa Wattenscheid, für die Hannes Gesicht und Motor war. Er konnte motivieren und integrieren, ermutigen und überzeugen. Und wenn es um die richtige Sache ging, dann war er unermüdlich und voll dabei.

Schon als 20jähriger trat Hannes der später verbotenen KPD bei, er gründete nach deren Verbot die Sozialistische Studiengemeinschaft, er war lange aktiv in der Internationale der Kriegsdienstgegner, war Gründer und zeitweise Vorsitzender der Wattenscheider Ortsgruppe der Deutschen Friedensunion, er war Vorsitzender einer Initiative gegen den Vietnamkrieg und der Aktion Demokratischer Fortschritt, und er war Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten.

Hannes war einer der Mitbegründer des Ostermarsch Ruhr, und der Stopp an der Wattenscheider Friedenskirche war uns immer ein besonderes Anliegen, in den letzten Jahren durch einen Abstecher zu den Stelen am Nivellesplatz ergänzt. Diese Stelen waren eines seiner Lebenswerke. Hannes hat diese Stelen trotz Haushaltssperre im Rat durchgesetzt, mit seiner ihm eigenen Sturheit hat er dafür gesorgt, dass bürgerschaftliches Engagement keine leere Phrase sein muss. Diese Stelen sind sein Vermächtnis, sie sind nicht im Besitz der Stadt sondern sein Privateigentum. Und als Schüler ihm aus Auschwitz die Todesurkunde von Betti Hartmann, eine der 87 vom NS-Regime ermordeten jüdischen Wattenscheider Menschen mitbrachten, da fügte er diesem Lebenswerk der 3 Stelen noch ein weiteres hinzu: Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass das Wattenscheider Parlament gegen das Votum der Stadtverwaltung den Platz vor dem Rathaus umbenannten in Betti Hartmann Platz.

Zuletzt war Hannes mit der Herausgabe eines Antifa-Stadtplans Wattenscheid beschäftigt. Dieses Werk zu vollenden ist eine Aufgabe, die wir ihm schuldig sind.

Es ist eine große Herausforderung, in seinem Sinne weiter zu wirken, und dieser Herausforderung werden wir uns stellen.

Wir werden in seinem Sinne weitermachen.


Neu: Bundeswehrtermine an Rhein und Ruhr im laufenden Quartal hier!


Ehre wem Ehre gebührt - Das Deutsche Historische Museum präsentiert Hannes Bienert

In sechs Kapiteln wird der Teil der Lebensgeschichte von Hannes Bienert bis 1945 präsentiert

Hannes Bienert

Kindheit in Beuthen / Oberschlesien

Das Novemberpogrom in Beuthen / Oberschlesien

Hitlerjugend in Königsberg

Als Flakhelfer in Ostpreußen 1943/44

Als Flakhelfer in der Niederlausitz 1944

Fahnenflucht in Berlin 1945

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